Adsense

Adsense und YouTube Einnahmen – So verhindert man den Steuerabzug – Anleitung

Adsense

Diese Anleitung richtet sich an alle, die mit Google Adsense oder mit einem YouTube Kanal Einnahmen erzielen. Denn falls noch nicht geschehen, sollte man seine Steuerdaten so schnell wie möglich bei Google hinterlegen. Denn sonst kann es passieren, dass man später Steuern von bis zu 24 % auf die Einnahmen zahlen muss. Diese werden dann direkt vom Guthaben auf dem jeweiligen Konto abgezogen. Der Rest wird dann überwiesen. Um das zu verhindern, haben wir Dir hier eine Anleitung geschrieben, wie du die Unterlagen im Adsense Account richtig ausfüllst und bei Google einreichst.

Um die Unterlagen richtig auszufüllen, folge am besten Schritt für Schritt dieser Anleitung, so dass du schnell deine Steuerdaten hinterlegen kannst. Denn die Zeit drängt und man sollte diese Schritte bis zum 31. Mai 2021 durchgeführt haben.

Logge dich in deinen Google Adsense Account ein. Hier solltest Du schon am oberen Rand eine Nachricht erhalten, dass Du deine Steuerdokumente noch nicht ausgefüllt hast. Klicke auf diese Nachricht und Du wirst direkt in den richtigen Bereich weitergeleitet. Sollte diese Nachricht nicht angezeigt werden kannst Du auch im Menü über Zahlungen” > “Einstellungen” > “Steuerinformationen Verwalten” > “Steuerinformationen USA” der gleiche Bereich aufgerufen werden.

Steuerinformationen USA

Art des Kontos

Hier muss zuerst gewählt werden um was für ein Konto es sich bei diesem Adsense Konto handelt. Nutzt man dieses Konto als Privatperson, dann natürlich diese Möglichkeit entsprechend auswählen. Nutzt man das Konto als GmbH oder ähnliches hier dann bitte „Keine natürliche Person….“ auswählen.

Staatsbürger der USA

Hier muss man angeben, ob man sich innerhalb oder außerhalb der USA befindet. Da wir hier von Deutschland ausgehen, bitte entsprechend „Nein“ auswählen.

Steuerformular

Damit man das richtige Steuerformular bearbeitet und an Google sendet muss man sich hier zwischen den beiden Steuerformularen W-8BEN oder W-8ECI entscheiden. Da wir hier davon ausgehen, dass man seine Einnahmen nur in Deutschland versteuert, wählen wir hier das W-8BEN Formular zur weiteren Bearbeitung aus.

W-8BEN Steuerformular

Name

Unter diesem Punkt muss natürlich der Name der Person angegeben werden. Hier ist darauf zu achten, dass man diese Angaben wie auch bei seinen restlichen Steuerunterlagen angibt. In der Regel ist dies natürlich der Vor- und Nachname.

DBA-Name

Das DBA steht hier für (Doing Business As), was es im deutschen Steuerrecht allerdings nicht gibt. Falls man im Handelsregister eingetragener Kaufmann ist oder einen Künstlernamen hat, könnte man hier diesen eintragen. Da das Feld aber optional ist, kann man es aber auch frei lassen.

Steueridentifikationsnummer

In diesem Bereich bitte „Ich habe eine Nicht-US-TIN“ auswählen. Hier muss nämlich die Steuer ID eingetragen werden. Dies ist die Nummer die man auf den meisten Schriftstücken vom Finanzamt findet. Wichtig: Hier wird nicht die Umsatzsteuer ID und auch nicht die Steuernummer beim Finanzamt (Format 123/456/78) eingegeben.

Adresse

In diesem Feld gibt man natürlich seine komplette Adresse an, so das Google hier auch weiß für wen genau diese Steuerinformation abgegeben werden.

Steuerabkommen

In diesem Punkt ist es ganz wichtig, dass man diesen korrekt ausfüllt. Denn hier geht es darum wie die Einnahmen aus Google Adsense und YouTube versteuert werden. Bei der Frage „Nehmen Sie im Rahmen eines Steuerabkommens einen ermäßigten Quellensteuersatz in Anspruch?“ bitte Ja auswählen.

Zusätzlich bitte einen Haken bei „Einwohner eines Landes, das ein Steuerabkommen mit den USA abgeschlossen hat“ setzen. In der Liste mit Ländernamen danach „Deutschland“ auswählen.

Einkunftsarten

In der Liste werden drei Einkunftsarten angezeigt:

  • Dienstleistungen (Google Adsense)
  • Film und Fernsehen (YouTube, Google Play)
  • Sonstiges Urheberrecht

Hier bitte alle Einkunftsarten auswählen, auch wenn z.B. keine Einnahmen über Google Play generiert werden. Per Drop-Down Menü hier immer die jeweiligen Paragrafen auswählen (es gibt immer nur eine Möglichkeit). Wichtig: Als Quellensteuer hier dahinter immer 0% auswählen.

Beim Ausfüllen sieht man, dass im Bereich Film und Fernsehen aktuell kein Steuerabkommen zwischen den USA und Deutschland existiert und man hier nur 30 % auswählen kann. Dies ist so richtig, wird aber in naher Zukunft von Google noch geändert. Wenn die Einnahmen aus YouTube als dann zukünftig als Tantiemen gelten, wird dies wohl dann zu Sonstiges Urheberrecht zählen und hier gibt es wieder ein Steuerabkommen zwischen den beiden Ländern.

Vorschau der Dokumente

Im nächsten Punkt erhält man noch Mal alle Dokumente die man mit diesem Online Formular ausgefüllt hat. Diese können als PDF geöffnet und auch lokal auf dem Computer gespeichert werden.

Zertifizierung

Hier bestätigt der Nutzer, dass die Angaben in diesem Formular wahrheitsgemäß und nach bestem Wissen und Gewissen getätigt wurden. Um diese zu bestätigen muss man hier seinen vollständigen Namen eingeben.

In den USA durchgeführte Aktivitäten und Dienstleistungen und Affidavit

In den USA ausgeführte Aktivitäten und Dienstleistungen

Hier wird abgefragt, ob schon Einnahmen erzielt wurden die in den USA generiert wurden. Bei den meisten die ihr Konto schon länger nutzen ist hier die Antworten „ja“. Um sicher zu sein kann man aber auch in den Statistiken von Google Adsense und YouTube nachgeschaut werden, ob man schon Einnahmen in den USA generiert hat.

Eidesstattliche Erklärung über Statusänderung

Hier wird abgefragt ob auf diesem Konto schon Einnahmen erzielt wurden. Hast du gerade erst frisch angefangen und noch keine Einnahmen erzielt wählst Du hier „Nein“ ansonsten natürlich „Ja„.

Steuerinformationen werden gespeichert

Hat man nun alles ausgefüllt und abgesendet, werden die entsprechenden Angaben bei Google Adsense gespeichert, hinterlegt und in diesem Menübereich angezeigt. Die wichtige Übermittlung ist somit abgeschlossen und man erhält seine Einnahmen ohne steuerlichen Abzug direkt ausgezahlt. Natürlich müssen diese Einnahmen hier in Deutschland als Einkommen bei der Steuererklärung angegeben werden.

Hinweis: Diese Anleitung gilt ohne Gewähr auch Vollständigkeit. Es können jederzeit Änderungen bei Google durchgeführt werden, die von dieser Anleitung abweichen. Sollte man sich nicht sicher sein bei den Angaben die getätigt werden müssen, sollte man am besten seinen Steuerberater zu Rate ziehen.

0 0 votes
Artikel Bewertung
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x