LG SK9Y Dolby Atmos Soundbar & LG SPK8 – Testbericht

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LG SK9Y

Heimkino wird für viele Film Fans ein immer wichtigeres Thema. Schier unendlich ist die Möglichkeit, sich den Kinoton auch ins eigene Zuhause zu holen. Neben den klassischen Sound Systemen bestehend aus AV Receiver und entsprechenden Boxen gibt es natürlich auch seit einiger Zeit die Möglichkeit Soundbars unter dem TV auf einem TV Möbel oder direkt an der Wand zu positionieren. In diesem Testbericht zeigen wir Dir unsere Erfahrungen mit der LG SK9Y 5.1.2 Soundbar, auch in Verbindung mit dem Erweiterungsset LG SPK8-S, die als zusätzliche Lautsprecher im rückwärtigen Bereich dienen.

Dolby Atmos Ton für Zuhause

Das besondere an dieser Soundbar ist, dass diese u.a. auch das Dolby Atmos Ton Signal verarbeiten und wiedergeben kann. Jedem der sich für die Heimkino Thematik ein wenig interessiert, dem dürften die klassischen 5.1 Anlage geläufig sind. Diese bestehen aus einzeln ansprechbaren Kanälen für den Front Bereich links und rechts, einer Center Box in der Mitte für die Stimmwiedergabe, einem Subwoofer für die Basswiedergabe sowie zwei Lautsprechern auf der Rückseite. Beim Dolby Atmos Ton kommt noch eine weitere Eben hinzu, indem auch Sound von oben auf den Zuhörer abgestrahlt wird.

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Doch damit man nicht wie im Kino die Decke voller Lautsprecher hängen muss, nutzt man hier zwei Lautsprecher die den Ton an die Decke werfen, dieser von dort zum Zuhörer reflektiert wird und somit der Eindruck entsteht, der Ton kommt von oben. Die Vorgehensweise gibt es auch bei AV Receivern, bei denen jeder Lautsprecher extra verkabelt werden muss.

Hier kommt aber dann die LG SK9Y Sound Bar ins Spiel. Denn in der Grundausstattung vereint diese Soundbar nebst dem dazugehörigen Subwoofer alle Voraussetzungen um den Dolby Atmos Ton ins Wohnzimmer zu bekommen. Hierzu befinden sich in der Soundbar die entsprechenden Lautsprecher verbaut, auch die beiden Lautsprecher für die Höhensignale sind auf der Oberseite in das Gehäuse eingelassen. Jeder der sich generell für eine solche Heimkino Soundbar interessiert – egal von welchem Hersteller – sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, dass eine Soundbar nie an die Qualität einer und Differenzierung bei der Ortung der Hörrichtung gelangen kann als ein vollwertiger AV Receiver mit entsprechender Lautsprecher Verkabelung. Denn die Signale für die hinteren Toninformationen werden in der Grundausstattung nur virtuell berechnet.

LG SPK8 Erweiterungsset

Möchte man hier eine bessere Ortbarkeit des Tonsignal haben, kann man hierzu das Erweiterungsset LG SPK8 hinzukaufen. Dieses besteht aus zwei Lautsprechern für den hinteren Bereich und einer Einheit an die diese beiden Lautsprecher angeschlossen werden. Die Verbindung zur Soundbar geschieht dann ohne Kabel. So benötigt man nur einen Stromanschluss für die Einheit. Diese wird aber auch beim Ein- und Ausschalten der Soundbar mit aktiviert bzw. deaktiviert, so dass diese nicht ständig vollständig am Strom hängt.

Wichtiger Hinweis: Wenn man der Soundbar in Verbindung mit dem SPK8 Erweiterungsset 7.1 Ton Signale zur Verfügung stellt, werden die hinteren Lautsprecher ganz normal angesteuert, wie es bei Dolby Atmos Ton sein soll. Leider ist es aber so, dass wenn die Soundbar 5.1 Ton Signale erhält, die hinteren Boxen kein Signal erhalten und somit stumm bleiben. Dies sollte man beachten, da aktuell noch nicht viele Medien mit einem Dolby Atmos Signal ausgestattet sind und dort meist nur 5.1 Ton vorhanden ist.

LG SPK8

Technischen Daten

Für alle die, denen natürlich auch die inneren Werte wichtig sind, haben wir hier die wichtigsten Eckdaten der LG SK9Y Soundbar zusammen gefasst:

  • 500 Watt Gesamtleistung (davon 200 Watt Subwoofer)
  • Subwoofer kabellos mit Soundbar verbunden
  • Schnittstellen: Eingang: 1 x HDMI 2.0 (HDCP 2.2 mit 4K pass trough), 1 x  USB (nur für Service), 1 x 3,5 mm Klinke, 1 x optischer Anschluss, 1 x LAN Anschluss, WLAN (ac), Bluetooth 4.0; Ausgang: 1 x HDMI 2.0 (HDCP 2.2 mit 4K pass trough)
  • Audioformate: PCM, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital, DTS Digital Surround, FLAC, OGG, WAV, ALAC, MP3, WMA, AAC, AAC+, AIFF
  • besondere Funktionen: Adaptive Sound Control (ASC), Google Chromecast Funktion integriert, HiRes Audio mit bis zu 24 Bit/192 kHz Stereo Sound

Die Installation

Der Aufbau der Soundbar geht sehr schnell. Denn man muss hierzu nur die Soundbar selbst und den Subwoofer in der Grundausstattung an den Strom anschließen. Nach kurzer Zeit verbinden sich beide automatisch miteinander. Sollte man sich auch das Erweiterungsset gleich mit gekauft haben, so muss natürlich auch hier die Verbindungseinheit an den Strom angeschlossen  und die beiden Boxen mit der Einheit verkabelt werden. Bei der Erweiterungseinheit besteht auch die Möglichkeit die Kabel mit einem so genannten Ferritkern zu bestücken, dies soll die Störanfälligkeit verbessern. Aber auch dies geht schnell und einfach. Ist diese Installation fertig, kann man schon seine entsprechenden Zuspiel Geräte (Blue Ray Player, Playstation Konsole etc.) anschließen.

Hier sollte man aber darauf achten, dass am besten die Soundbar und das Zuspielgerät per HDMI Kabel verbunden werden. Es gibt zwar die Möglichkeit, auch per optischem Kabel ein Gerät anzuschließen, doch hierbei gibt es leider keinen Dolby Atmos Sound, da dieser nur über eine HDMI Verbindung weitergeben wird. Dies liegt daran, dass ein optisches Kabel nicht genug Daten weiterleiten kann und hierbei also immer die HDMI Verbindung vorzuziehen ist.

Zwar ist in der Verpackung eine optisches Kabel schon dabei, doch zur Verbindung zwischen Zuspielgerät -> Soundbar -> Fernseher benötigt man daher also zwei HDMI Kabel in passender Länge und guter Qualität. Ist dies geschehen kann man schon sofort loslegen und den ersten Dolby Atmos Film genießen.

Die Bedienung

Die  Bedienung der Soundbar funktioniert sehr einfach. Dies liegt unter anderem auch daran, dass es nicht besonder viele Einstellungen gibt, die man vornehmen kann. Man kann die Soundbar entweder mit der kleinen beiliegenden Fernbedienung oder mit einer Smartphone App steuern. So kann man unter anderem die Lautstärke einzelner Kanäle anpassen, den Soundmodus auswählen oder die Soundbar ausschalten.

Auch bei der Bedienung wurde darauf geachtet, dass die Bedienung so einfach wie möglich gestaltet ist. Also für alle Heimkino Fans die sich gern auspacken, anschließen und nutzen bevorzugen.

Die Soundbar bietet Verbindungen über optisches Kabel, HDMI, WLAN oder auch Bluetooth. So hat man immer die passende Möglichkeit, sich mit der Soundbar zu verbinden.

LG SK9Y Test Fazit

Im Lieferumfang der LG SK9Y Soundbar befindet sich die Soundbar selbst, ein optisches Kabel, die Fernbedienung nebst Batterien, kurze Bedienungsanleitung, Kabelbinder, der Subwoofer sowie Halterungen um die Soundbar an die Wand zu montieren.

Nachfolgend die Vor- und Nachteile für die LG SK9Y Soundbar:

Vorteile:

  • Ideal für alle, die Dolby Atmos Ton suchen ohne viele Lautsprecher aufzustellen
  • keine komplizierte Konfiguration nötig. Aufstellen, anschließen, einschalten
  • Firmware Updates über Internet möglich
  • geeignet für kleine bis mittelgroße Räume
  • schneller Einstieg in die Heimkinowelt
  • neue Technik zu vergleichsweise günstigem Preis

Nachteile:

  • bei Einsatz des LG SPK8 Erweiterungssets bleiben die hinteren Lautsprecher bei 5.1 Ton stumm
  • nicht viele Einstellungsmöglichkeiten
  • benötigt relativ viel Platz in der Breite

Ob man mit einer Soundbar das richtige für sich findet, muss jeder Interessent selbst für sich entscheiden. Denn natürlich sind nicht nur die Wünsche und Möglichkeiten schier unendlich sondern natürlich auch der Geschmack und die Vorstellung eines Heimkinos. So muss jeder schauen, was er wie realisieren möchte und natürlich spielt bei solchen Ausgaben auch immer der Geldbeutel eine Rolle.

Wir hoffen wir konnten mit diesem Test ein wenig Licht ins Dunkel bringen und dabei beraten, ob man sich die LG SK9Y Soundbar zulegen möchte.

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