Fortnite, PUBG und Co. als Vorreiter für mobilen E-Sport

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In den letzten 10 Jahren hat sich die als E-Sport bekannte Szene des professionellen Gamings rasant entwickelt. Während zu Beginn größtenteils Strategiespiele und Ego-Shooter als die wichtigsten Vertreter der E-Sport-Szene galten, haben sich inzwischen vor allem die sogenannten MOBAs und in letzter Zeit besonders die Battle-Royale-Shooter durchgesetzt. Allerdings hatten all diese Spiele bisher eines gemeinsam: Sie wurden fast ausschließlich auf dem PC gespielt. Durch die rasante Ausbreitung der Nutzung von Smartphones und deren verbesserten Komponenten, ist jedoch auch das Gaming viel weiter verbreitet und gleichzeitig mobiler geworden. Natürlicherweise ging damit auch der Bedarf an mobilen E-Sports einher. Wie sich dieser entwickelt hat und welche Möglichkeiten sich Android-Nutzern heutzutage bieten, zeigen wir euch hier.

Die Anfänge des E-Sports

Schon in den 70er Jahren gab es viele kleinere Turniere für Videospiele, der Begriff E-Sport ist allerdings erst beinahe 30 Jahre später, Ende der 90er und mit der Massennutzung des Internets geprägt worden. Zu dieser Zeit und Anfang des 21. Jahrhunderts waren es vor allem Counter Strike, Starcraft, Warcraft 3 und Quake, die eine professionelle Szene aufweisen konnten. Schon damals wurden Organisationen gegründet, von denen einige selbst heute noch in den größten Disziplinen mitmischen. Darunter zum Beispiel Fnatic, Mousesports, NiP und SK-Gaming. Im deutschen Fernsehen war der E-Sport durch den Sender GIGA verbreitet, bis dieser in 2009 abgeschaltet wurde.

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Quelle: Giga Games auf Facebook

Die beliebtesten Spiele

Im selben Jahr hat Entwickler Riot Games mit League of Legends das bis dato erfolgreichste Spiel für professionelle Gamer herausgebracht, welches auf dem MOBA-Prinzip vom Warcraft 3 Mod Dota basiert und sich gegen eben jenes und andere Konkurrenten wie Heroes of Newerth durchsetzen konnte. Mit dem Nachfolger zum Original, Dota 2, konnte Valve sich seit 2013 wieder auf dem MOBA-Markt etablieren und ist ebenfalls mit mehreren Millionen Fans im E-Sport vertreten.

Darüber hinaus ist auch die Fortsetzung des Klassikers Counter Strike mit CS:GO beliebt. Einige der bereits erwähnten Organisationen im E-Sport haben auch hier feste Teams und treten bei den größten Turnieren an. Das CS:GO Team von Ninjas in Pyjamas, abgekürzt NiP, wird dabei von Wettanbieter Betway gesponsert, konnte seit 2017 jedoch keine größeren Erfolge mehr feiern. Für die erste Saison des Intel Grand Slam sind derzeit Ende September Astralis und FaZe mit jeweils Quoten von 1.85 als Sieger gehandelt, während alteingesessene Teams wie NiP (31.00), Fnatic (13.00) und Mousesports (67.00) lediglich Außenseiterrollen einnehmen.

Quelle: ESL auf Facebook

Entwickler Activision Blizzard kann dagegen mit Leichtigkeit die meisten E-Sports für sich beanspruchen: Heroes of the Storm, Starcraft 2 und Overwatch sind Anwärter unter den größten kompetitiven Videospielen, World of Warcraft und Diablo 3 haben eine eigene professionelle Szene, und Hearthstone ist der erste Vertreter, welcher seit 2014 auch auf Android-Geräten verfügbar ist.

In den letzten paar Jahren hat sich besonders ein Trend durchgesetzt: Battle Royale. Der Ursprung für diesen Trend stammt vermutlich aus dem Jahre 2012, als die Verfilmungen der Tribute von Panem erstmals in deutschen Kinos erschienen. In einer Arena müssen die „Tribute“ Waffen finden, mit Geschick Fallen überwinden und alle anderen Kontrahenten ausschalten. Das Prinzip wurde schnell in einem Mod für Minecraft umgesetzt, welches sich zu der Zeit unter YouTubern und Streamern zugleich großer Beliebtheit erfreute. Es folgten Mods für Arma 2 und 3, massentauglich wurden die Battle-Royale-Shooter jedoch erst durch eigene Releases wie H1Z1 und die darauffolgenden PlayerUnknown’s Battlegrounds und Fortnite. Die letzteren beiden sind nicht nur auf dem Wege, die größten Spiele aller Zeiten zu werden, sondern sind darüber hinaus seit 2018 sogar auf Android-Geräten verfügbar.

Gegenwart und Zukunft des mobilen E-Sports

Beschäftigt man sich näher mit der mobilen Sparte des E-Sports, kommt vor allem ein Name fast überall vor: Tencent. Der chinesische Konzern ist in Besitz von Riot Games, Supercell und Anteilen an Epic Games sowie Activision Blizzard. Tatsächlich haben wir Tencent auch für die mobilen Versionen von PUBG und Fortnite zu danken, sowie dem mobilen MOBA Arena of Valor. Dies sollte ursprünglich die Smartphone-Adaption von League of Legends werden, allerdings sprach Riot Games sich gegen diese Entwicklung aus. Somit hat Tencent mit dem in China betitelten Kings of Glory eine eigene Version veröffentlicht, welche selbst eine E-Sport-Szene aufweisen kann. Dies bestärkt Tencent nur darin, weiterhin in ihren Entwicklungen auf den mobilen Markt abzuzielen.

Doch auch Activision Blizzard selbst ist hartnäckig im E-Sport für iOS und Android. Seit 4 Jahren ist Hearthstone in der Szene vertreten und konnte 2017 schon 70 Millionen Spieler vorweisen. Durch neue Erweiterungen jedes Jahr bleibt auch Hearthstone weiterhin relevant und sollte auf keinem Smartphone eines Gamers fehlen.

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https://youtu.be/dvlTWqm7ijQ

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